Organisiert vom Queer* Friedrichshafen e.V.

Selbstverständnis

Der CSD Friedrichshafen beschäftigt sich mit der Sichtbarkeit, Aufklärung und Akzeptanz von queeren Menschen in und um Friedrichshafen, unter anderem durch die Organisation eines jährlichen Christopher Street Days. Wir setzen uns ein für ein respektvolles und offenes Miteinander, in welchem unsere Probleme und Anliegen gehört und gesehen werden. 

 

Glossar

  •  Ableismus = Behindertenfeindlichkeit

  •  Marginalisierung = systematische Ausgrenzung von Personengruppen

  • Mehrfachmarginalisierung = Menschen, die Aufgrund         derer Identität von mehreren Formen an Ausgrenzung betroffen sind (z.B. schwarze trans* Frau)

  • Intersektionalität = die Überzeugung, dass alle Arten an        Ausgrenzung miteinander verbunden sind 

  • Queer = Sammelbegriff für alle Menschen, die nicht        heterosexuell sind und/oder die sich nicht mit derem bei Geburt anerkannten Geschlecht identifizieren (cis)  

  • LSBTQIA+ = Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans, Queer, Intergeschlechtlich, Asexuell/Aromantisch,... 

  • Klassismus = Ausgrenzung und Vorurteile gegen sozial benachteiligte Gesellschaftsgruppen 

  • Genozid = Völkermord 

Wer ist Willkommen und

an wen richten wir uns?

Auf unseren Veranstaltungen sind alle Menschen willkommen, ob diese nun Teil der LSBTQIA+ Community sind oder sich damit identifizieren und unterstützen wollen, jedoch bitten wir darum, dass an den Anlass dieser Demonstrationen erinnert wird.

Pride was a riot, und unser CSD hat weiterhin zum Ziel, eine politische Veranstaltung zu sein. 

 

Für was stehen wir?

Innerhalb dieser Arbeit folgen wir den Zielen und Voraussetzungen des intersektionalen queer Feminismus. 
Konkret stehen wir:

  •  Gegen Queerfeindlichkeit

  •  Gegen Trans*feindlichkeit

  •  Gegen Rassismus

  •  Gegen Ableismus

  •  Gegen Sexismus

  •  Gegen Krieg, Genozid, Unterdrückung und Gewalt jeder Art 

  •  Gegen Klassismus

 
Aufgrund dessen erkennen wir an, dass jede Form von Marginalisierung miteinander verbunden ist.
Um gleiche Rechte für queere Menschen zu fordern, müssen wir auch für gleiche Rechte für alle anderen Menschengruppen, die betroffen von Unterdrückung und Gewalt sind, kämpfen. 

Es ist uns wichtig, dass Betroffene von Mehrfachmarginalisierung gehört werden, und wir legen großen Wert darauf, dass diese Stimmen in unseren eigenen Reihen vertreten sind. 
Wir setzen uns für die Freiheit ein, seinen eigenen Glauben zu wählen und diesen auch auszuleben, sofern dieser nicht die Rechte eines Anderen einschränkt. 
 
Wir weisen darauf hin, dass unsere organisatorische Arbeit von freiwilligen, ehrenamtlichen Aktivisti getätigt wird, deren Kapazitäten begrenzt sind. Deshalb setzen wir unseren Fokus primär auf queere Themen.

Grundwerte

 

Unsere Arbeit findet überparteiisch statt, dass heißt, dass wir losgelöst und unabhängig von politischen Parteien arbeiten. Zeitgleich stellen wir uns klar gegen Parteien, die die Rechte queerer Menschen beeinträchtigen wollen. 
 
Unsere Arbeit soll niemals die persönliche finanzielle Bereicherung zum Ziel haben. Sollten wir im Rahmen dieser Spenden sammeln, städtische oder staatliche Fördergelder beziehen oder Sponsoren suchen, dann ist dies lediglich um die Kosten von Veranstaltungen zu decken und, wenn möglich, um Aufwandsentschädigungen zu zahlen, jedoch nicht für persönlichen Profit.